Texte

Das Gewitter am Kaspischen Meer

Die warme Sonne schwindet.
Dunkle Wolken am Himmel.
Der Sand ist noch warm.

Eine leichte Brise kommt auf.
Er sitzt direkt am Meer.
Es wird langsam kälter.

Noch regnet es aber nicht.
Nur ein leises, weites Donnern hört man.
Nun verlassen alle den Strand.

Alle sind nun fort.
Aber er will noch bleiben.
Am Meer ist er am liebsten.

Zuerst war nur ein Donnern.
Zunehmend wird es lauter.
Zeit zum Aufbrechen.

Seine Sachen sind gepackt.
Schnell läuft er den Strand entlang.
Sicher erreicht er sein Quartier noch.

Glücklich setzt er sich auf das Bett.
Gut das er weg ist vom Wasser.
Gerade nämlich beginnt das Gewitter.

Regen trommelt an das Fenster.
Riesige Wellen treffen auf den Strand.
Ruhe kehrt in ihm ein.

By Felix Sanftleben 30.07.2007


Der Fernweh-Traum

Der gewaltige Felsen,
er ragt majestätisch in das
türkis-blau schimmernde Meer.

Kleine Wellen treffen auf den
Kiesigen Strand.
Dabei erzeugen sie ein beruhigendes Rauschen.

Die Sonne,
sie glitzert auf der Wasserfläche.

Über mir fliegen Möwen,
am hellblauen Himmel.
Keine Wolke ist zu sehen.

In weiter Ferne,
da wo der Himmel und das Meer
sich küssen, schippert ein kleiner
Fischerkahn.

Die warme Windbriese,
weht durch mein Haar.
Ich schmecke die salzige Luft,
und spüre den bitteren Kuss,
das ich wieder aufwachen muss.

By Felix Sanftleben 08.09.2005


Der Vorhang im K1

Verschiedene weiße Farben,
von Creme bis schneeweiß.
Ganz ruhig hängt er.
Er bewegt sich keinen Zentimeter.

Es gibt mehrer.
Jeder hat sie.
Aber dieser ist anders.
Er ist besonders.

Er hängt herab,
die Sonne scheint von außen darauf.
Sie halten die gefährliche, giftige Strahlung
fern von mir.
Es ist gut so.

By Felix Sanftleben 08.09.2005


Der Glaube 01 oder Einsamkeit, Dennoch, Jedoch, Aber, Spürbar, Dankbarkeit

Einsamkeit,
so was verspüre ich ab und an.
Eigentlich bin ich nicht einsam.

Dennoch,
warum ist niemand neben mir?
Wieso steht er nicht hier?

Jedoch,
weiß ich, dass ich niemals alleine bin.
Denn er wird mich nie verlassen.

Aber,
er wird nie körperlich da sein.
Er existiert nur im Geist, ganz nah bei mir.

Spürbar,
wird er nur in seinen Wundertaten.
Welche er nur für uns Menschen tut.

Dankbarkeit,
ist der einzige Lohn für seine Arbeit.
Niemand kann dies begreifen, nur er!

By Felix Sanftleben 05.05.2006


Die goldene Kuppel

Glänzend.
Gold.
Protzig.
Gewaltig.
Angeberhaft.
Glorreich.
Prächtig.
Wunderschön.
Anmaßend.
Künstlich.
Unwirklich.
Verwerflich.
Macht.
Rund.
Sinnlos.

By Felix Sanftleben 08.09.2005


Die Mauer

Kahl und starr,
Sie steht und weichet nicht.

Ich muss vorbei,
doch ich kann nicht.

Hinüber?
Sie ist zu hoch.

Darunter weg?
Sie ist zu tief.

Vorbei?
Sie ist zu weit.

Was bleibt mir?
Keine Lösung.

by Felix Sanftleben 21.07.2003


Die Schwalbe braucht Natrium

Es wurde langsam grün.
Das zarte blau wich und machte dem aggressiveren grün Platz.

Aber wieso stand er auf?
War er sich der Folgen nicht bewusst?

Die Weite kam näher und wurde weiß.
Das hatte er nicht bedacht.

Schnell lief er vorwärts.
Es schaute sich um und sah, dass es näher kam.

Doch das Spitzdach der Pferdekutsche rutschte weg.
Verzweiflung machte dich breit.

Austrinken oder wegschütten?
Kommen oder gehen?
Leben oder Tod?

Alles dreht sich.
Als auch noch das letzt Blatt grün wurde,
stand er letztlich auf.

Es wollte hinaus, als plötzlich alles krachte.
Es stützte in das grün.
Er musste sich die Schuld eingestehen:
Die Schwalbe braucht Natrium.

By Felix Sanftleben 17.07.2007


Die Vergänglichkeit der Zeit 

Die Zeit vergeht unaufhaltsam,
viel zu schnell vergehen die Tage.
Doch was bringt uns das Neue?
Veränderung?
Aber sollte man das denn immer
Positiv sehen, warum auch nicht negativ.

Schöne Stunden vergingen,
Doch vergangen sind sie ewig.
Sie kommen niemals wieder.
Sie sind für immer vorbei.

By Felix Sanftleben 08.09.2005


Eine Biografie

Ich bin ein Licht.
Geboren aus dem Licht, aus dem alle Lichter kommen.

Hineingestellt in die Wüste.
In Wüste der Dunkelheit.
In die Dunkelheit der Welt.

Gewachsen aus der Dunkelheit.
Gewachsen zu einem Leuchtfeuer.

Doch dann begann es.
Ich flackerte.

Ein Wind kam auf.
Ein Wind des Lebens.

Viele Lichter wurden ausgelöscht.
Ausgelöscht vom Wind des Lebens.

By Felix Sanftleben 20.12.2007


Ein abstrakter Mensch

Ein Mensch lebt.
Später stirbt er.
Ein mancher fleht.
Stirb er doch am Meer.

Ein Mensch ist traurig sein Leben lang.
Ein anderer die Freude mag.
Die Stimme ein trauriger Klang,
Die Sonne ist der Tag.

Hinfort mein Herz,
du bist mein Leben.
Ich verspüre immer nur noch Schmerz,
Mein Leben habe ich dir gegeben.

by Felix Sanftleben 07.08.2002


Fragen ohne Antwort

Soll ich bleiben?
Soll ich gehen?
Soll ich weinen?
Soll ich lachen?

Warum haltet ihr mich fest?
Warum schickt ihr mich weg?
Warum tröstet mich keiner?
Warum freut ihr euch nicht?

by Felix Sanftleben 10.02.2004


Gedanken an Schule

Ich denke,
Ich bin recht gut.
12 Jahre Schule.

Ich mag die Schule.
Ich bin auch erst 2 Jahre dort.

Alles ändert sich.
Alles ist Fremd.
Ich verstehe hier nichts.
Aber ich lerne es.
Ich spreche ja schon immer ihre Sprache.
Ich werde schlechter.
Viel schlechter.

Ich soll gehen.
Aber ich kann nicht.
Ich schaffe es.

Nun noch 7 Jahre muss ich es schaffen.
Es geht besser.
Ein gewaltiger Umbruch.
Alle sind fort.

Neue Leute kommen.
Und doch gehen Sie.
Ich lerne alle kennen.

Noch 5 Jahre Schule.
Es geht weiter.

Ich hasse Latein.
Die Lehrerin ist nett.
Aber ich schaffe auch das.
Ein weiteres Jahr geschafft.

Ich werde besser.
Ich bewerbe mich.
Nicht geschafft.
Egal ich mache weiter.

Die 3 Jahre schaff ich noch.
Jetzt sind es noch 2.

by Felix Sanftleben 07.04.2004


Gedichte die mich und meine Handlungen erklären 01

Es ist so unendlich schwer,
Jede Sekunde ein regelrechter Kampf.

Ich muss konzentriert bleiben,
Wenn ich aufgebe ist alles zu spät.

Sie ist unweit von mir
Und doch beobachtet sie hämisch meinen Kampf.

Es kann sich nur noch um Minuten handeln,
bis ich den Kampf aufgebe.

Ich versuche eine andere Haltung einzunehmen,
aber das bringt kaum Besserung.

Oh nein, jetzt beginnt es.
Die Stimmen schwinden langsam.

Wenn ich mich jetzt noch bewege,
verlängere ich die Qualen nur noch.

Alles wird so schwer.
Jetzt verstummen langsam die Stimmen.

Mein Kopf nähert sich dem weißen Grund,
gleich wird er mit einem kaum hörbaren Knall aufschlagen.

Langsam senkt sich Dunkelheit in mir.
Alles in mir wird ganz still.

Ich bin eingeschlafen.

By Felix Sanftleben 05.05.2006


Herbst

Groß und Stark,
immerfeiner werdende Äste
gehen letztlich in Blätter auf.

Der Wind erfasst Sie,
reißt sie ab,
und weht Sie weg.

Schon lange vergilbt,
und ohne Leben hänget,
doch so schön.

Sie wirbeln im Wind,
man könnte denken sie wollen
fliegen hinweg.
Sie landen zart,
und werden zertreten.
So achtet ihr das Leben!

by Felix Sanftleben 05.10.2002


Ja!

weiß - Ihr Mantel
als plötzlich das Papier, und
Wind die Bäume erfasste.
Ja - Ja.

Blau - Ihr Name nur,
zwei Buchstaben bilden ihn,
als die Säule zusammenstürzte.
Ja - Ja.

Rot - ihr Gürtel um sie,
so eng das er schon gar,
der Kassencode darauf.
Ja - Ja.

Geredet von ihr haben nur,
Gelehrte und Philosophen sagen,
Natürliches Mineralwasser - still.
Ja - Ja.

By Felix Sanftleben 17.07.2007


Liebe Leben

Einsamkeit ist furchtbar,
drum such dir doch einen,
der mit dir alle Wege geht.

Hast du jemanden gefunden,
wird sie Sonne heller scheinen.
Viel zu schnell vergehen dann die Stunden.
Und du wirst sicher meinen,
diese Zeit bleibt dir ewig unvergessen.

Die schönste Zeit in deinem Leben,
Sei dir in der Liebe gegeben.
Lieben ist menschlich und
Unterscheidet uns noch von der Maschine.

Darum Liebe dein Leben.
Und Lebe die Liebe.

By Felix Sanftleben 08.09.2005


Liebesrettung

Viele Menschen träumen,
Sie träumen von dem Einen,
der kommen wird
um sie alle zu retten.

Erkennen sie ihn denn nicht?
Seid ihr blind?
Erwachet!
Er steht bereits direkt neben euch!

Denn Den, welchen ihr sucht, 
ist doch bereits mitten unter euch,
direkt hier!
Die Liebe!!!

By Felix Sanftleben 08.09.2005


Zimmer 20

Schwarze Garderobe, schwarzer Fernseher.
Ein nacktes Skelett, grüne Tafel.
In der Ecke Mülleimer und Waschbecken.
Ein Spiegel.

Neunzehn Tische.
Achtunddreißig Stühle,
Fünfzehn Menschen.

Eine Tür mit rotem Rahmen.
Sechs Fenster zum Gang,
zwei links zum Hof.

Neben der Tür der Fluchtplan.
Hinten Plakate.
Gehirn, Knochen, Muskeln.

Vorne ein Eimer, blau.
Zwei Heizungen.
Ein Lichtschalter.
Vier Säulen.

By Felix Sanftleben 24.07.2007


Unendlichkeit

Nun geht es wieder los...
Dieser nicht aushaltbare Druck.
Ich spüre ihn wieder,
Doch wie soll ich ihm widerstehen?
Sie unterdrücken mich,
demütigen mich!
Es wird einfach zu viel.
Gedanken.
Viele Gedanken.

Eine Welt die einzustürzen droht.
Gefährlich und unnahbar.
Dann denkt man, es geht Berg auf,
aber jeder Schluss ist trügerisch
Keine Möglichkeit dem zu entrinnen.
Es macht fast krank.
Härtet aber auch ab.

Aber lange geht das so nicht mehr.
Es kommen Gedanken.
Erneut.
Aber wohin?
Trotz der Gefahr,
kann man nicht entfliehen.
Zerstörerisch auf Seele und Geist.

Falschheit ist bestimmend.
Lügen die einzige Antwort.
Ehrlichkeit versagt.
Aber ist da wo Gutes versagt nicht das Böse?
Ausgeburten der Hölle?
Gedanken.
Immer wieder kehrend.
Ein Fluchtversuch wird vereitelt.
Es geht nicht weg von hier.

Die Sonne scheint warm durch das Fenster.
Bricht sich hundertfach.
Erbricht hundertfach.
Vor Zorn und Wut,
aber auch Ausweglosigkeit.
Wärme gibt sie ab.
Wärme die fehlt.

Bei anderen gibt es diese Wärme,
wieso hier nicht?
Ich muss versuchen hier weg zu kommen.
Dahin wo die anderen sind.
Zu den anderen.
Ein anderer werden.

Aber es ist fast unmöglich.
Man kann dieses Ziel bald nicht erreichen.
Nur er kann es.
Der, welcher Himmel und Erde geschaffen hat.
Er kann alles.
Er schafft alles.
Von nun an bis in Ewigkeit.
In die Ewigkeit der Unendlichkeit.

Hilfe!

By Felix Sanftleben 09.01.2008


Eine traurige Komödie

Er erwachte.
Vollkommen schweißgebadet lag er da.
Das Feuer im Kamin war bereits erloschen.
Völlig erschöpft vom Schlaf schaute er sich um.
Seine Wände, welche weiß gestrichen waren, existierten
plötzlich nicht mehr. Auf dem kleinen Holztisch, welcher aus
einer Art Hartmetall bestand, befand sich nur sein geliebter
Amboss.

Er schaute an die orange Wand hinter ihm, wo das Bild der
Tochter seiner unehelichen Witwe hing.
Er hatte sich ein Tee gemacht, gegen das Lachen das ihn
erfüllte. War er verrückt geworden? Lachen?

Sein Glas war bereits weggeräumt. - hat sicherlich seine Witwe
schon für ihn gemacht. Er braucht sich eigentlich um nichts im
Haushalt kümmern. Seine Aufgaben sind anderer Natur.

Hastig richtete er sich schwerlich auf. Schnell schlenderte er los
und zog sein gelähmtes Bein nach.

Er erreichte das Fenster in der niemals existenten Küche.
Er spie hinaus und schaute seiner Geldbörse hinterher.
Sie fiel hinunter in den, etwa dreißig Meter unter ihm
befindlichen rötlichen Strom, bis eben noch eine viel
befahrende Straße. Und jetzt ein reißender Strom. Was war,
wann passiert?

Er wurde zurück in das Wohnzimmer geschleudert. Dort setzte
er sich auf den Sessel gegenüber des Kamins. Vor fünfzehn
Jahren, hatte er ihn abgerissen.

Seine Erdgeschosswohnung war nicht mehr so, wie er sie
verlassen hatte.
Er hatte immer Probleme sich hier wohl zufühlen, doch jetzt
war ihm alles so freundlich vertraut.

Er blieb ganz ruhig sitzen, atmete kaum noch, als plötzlich
seine Tochter mit ihrer Partnerin den Raum betrat. Sie setzten
sich neben ihren, vor mehr als zwei Jahren verstorbenen, aber
lieben Vater.
Sie fragte ihn, ob er wieder von seinem Tod geträumt hatte.
Ja! Rief er aus. Ja! Dann verneinte er es und man freute sich
gemeinsam.

Seine Witwe trat ein, nahm ihr größtes Küchenmesser, welches
sie im Schrank an der weißen Wand, links neben dem Kamin
aufbewahrte, rannte auf ihren Sohn zu und fragte ihren Mann,
wie es ihm geht.

Er, laut lachend, stand auf, ging zum Fenster, an der Wand
direkt neben ihm, da, wo früher der Kamin stand.
Seine Witwe nickte ihm zu und er sprang aus seiner
Erdgeschosswohnung hinunter in den roten Strom, welcher
zirka dreißig Meter unter ihm verlief.
Dort verbrannte er, laut schreiend, qualvoll.
Seine Frau ging an den Amboss und schärfte ihr Messer.
Der Tochter war kalt. Sie ging und legte Holz im Kamin nach.
Dann setzte sie sich wieder zu ihrer Partnerin gab ihr einen
Kuss und schlief für immer ein.
Er jedoch war tot und träumte von seinem Urlaub am
Karibischen Meer.

By Felix Sanftleben 17.07.2007




© 2026 Felix Sanftleben, Passau
Unterstützt von Webnode
Erstellen Sie Ihre Webseite gratis! Diese Website wurde mit Webnode erstellt. Erstellen Sie Ihre eigene Seite noch heute kostenfrei! Los geht´s